Über das Projekt

Im September 2019 haben vier Partneruniversitäten aus Lettland, Italien, Litauen und Österreich mit der Umsetzung des JUSTICE-Projekts „Cooperation Development among Mediators and Lawyers“ (= „Entwicklung einer Kooperation zwischen MediatorInnen und AnwältInnen“) begonnen, das darauf abzielt, Trainingsmaterialien zu entwickeln, professionelle Trainings anzubieten und die Zusammenarbeit zwischen MediatorInnen und AnwältInnen zu fördern.
Das Hauptaugenmerk des Projekts liegt auf der Förderung der Zusammenarbeit zwischen ExpertInnen - AnwältInnen und MediatorInnen - mit dem Ziel, eine wirksame und kohärente Anwendung der Brüssel-II Verordnungen sicherzustellen. Gemeinsame Rechts- und Mediationstrainings für beide Berufsgruppen dienen dem Aufbau von gegenseitigem und fachübergreifendem Verständnis, um in weiterer Folge reibungslos Lösungen für grenzüberschreitende familienrechtliche Konflikte, insbesondere solche, die das Wohl des Kindes betreffen, zu finden.

Aktivitäten
Die ProjektpartnerInnen erarbeiten Trainingsunterlagen, einheitliche Empfehlungen und eine Sammlung von Best-Practice-Beispielen. Zusätzlich werden vier bereits vorhandene professionelle Mediationsvideos von Englisch auf Lettisch, Italienisch, Litauisch und Deutsch übersetzt. ExpertInnentrainings für AnwältInnen und MediatorInnen, die in grenzüberschreitenden Fällen zum Thema familiäre und elterliche Verantwortung tätig sind, werden organsiert. Außerdem werden Vertreter aus jedem Partnerland gemeinsam ein Streitbeilegungszentrum besuchen und es werden nationale sowie internationale Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch stattfinden.

Art und Anzahl der Personen, die von dem Projekt profitieren
Zielgruppen sind ExpertInnen - AnwältInnen und MediatorInnen aller Partnerländer, die aktiv bei grenzüberschreitenden familienrechtlichen Konflikten tätig sind. Rund 500 AnwältInnen und 120 MediatorInnen, insgesamt 620 Fachleute, werden direkt von den Aktivitäten des Projekts profitieren.

Erwartete Ergebnisse
Das allumfassende Ergebnis ist eine engere Zusammenarbeit zwischen AnwältInnen und MediatorInnen bei grenzüberschreitenden Familienrechtskonflikten. Um dies zu erreichen, organisieren die PartnerInnen Trainings für beide Berufsgruppen und erstellen unterstützende Lernmaterialien. Dies ermöglicht einen professionellen Wissenserwerb und eine verstärkte Zusammenarbeit beider Berufe.

Ergebnisse
- Trainingsunterlagen: Empfehlungen für AnwältInnen und MediatorInnen, Sammlung von Best-Practice-Beispielen;
- Übersetzung vorhandener Videos in 4 Landessprachen, Untertitel werden hinzugefügt;
- Trainingsplan für AnwältInnen und MediatorInnen;
- Trainingsaktivitäten für AnwältInnen und MediatorInnen;
- Gruppenstudienbesuch bei einer Streitbeilegungsinstitution;
- Nationale Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch in Österreich, Litauen und Italien;
- Galakonferenz in Riga, Lettland.

Projektdauer: 30 Monate (01.09.2019-28.02.2022)

Das Projekt wird vom Justice Programm der Europäischen Union (2014-2020) kofinanziert.

Projektnummer: 854024-CODEMAL-JUST-AG-2018 / JUST-JTRA-EJTR-AG-2018.

KONTAKTE DER PROJEKTPARTNER